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Das Schülergericht

Bericht aus der Schülerzeitung vom März 1999

Das Schulgericht bildete eine einmalige Errungenschaft, welche sich zu einer Art Schülerselbstverwaltung entwickelte. Mit Hilfe dieser Verwaltungsform sollten die Disziplinverstöße der Schüler geregelt werden.

Geschaffen wurde das Schulgericht im Jahre 1909 aus der Bestrebung heraus, sich gegen ältere und neu in die Schülergemeinschaft hinzustoßende Schüler zu schützen, welche mit den besonderen Freiheit an dieser Schule nicht zurecht-kamen.

Die Befugnisse des Gerichtes gingen sogar so weit, dass ein Schüler, der sich den Gesetzen der Schülergemeinschaft nicht unterwerfen wollte, aus der Schule ausgeschlossen werden konnte. Man nahm vor allem Rücksicht auf die „Kleinen”, und vom Grundsatz her verstand sich die Gemeinschaft als eine Organisation der Nächstenliebe, also keineswegs als verknöcherte Paragraphenreiterei.

Das Gericht bestand aus einem Oberrichter, zwei Richtern und drei Ersatz-männern, wobei die Hälfte aus Mädchen bestehen sollte. Auch als Oberrichter haben sich sehr oft die Mädchen durchgesetzt.

Über zehn Jahre lang übte das Gericht auch alle Verwaltungsbefugnisse aus, aber dann wurde seine Tätigkeit auf das Richten beschränkt.

Seit 1920 bestand außer dem Gericht auch eine Schulkanzlei aus einem Haupt-ordner, Kanzler genannt, und vier Ordnern, die polizeiliche Befugnisse hatten, aber nicht strafen, sondern nur vor Gericht anzeigen durften.

Das Schulgericht arbeitete auf der Grundlage des Schulgesetzes. Im Anschluss nun ein paar Auszüge aus diesem Gesetz.

Das Schulgesetz:

  1. Jedes Gesetz kann nur mit einfacher Mehrheit der gesamten Schülerschaft verändert, angenommen oder abgelehnt werden.
  2. Ein Gesetz kann nur außer Kraft gesetzt werden, wenn die gesamte Schülerschaft anwesend ist.
  3. Im Schulgesetz sind die wichtigsten Verbote verankert.

Verbote der Schule

1. Das störende Pfeifen im und am Schulhaus.
2. Das Schlittern im Schulhause.
3. Jede Beschädigung des Schulhauses.
4. Das Fußballspielen auf dem Schulgelände.
5. Das Spielen um Geld und andere Gegenstände.
6. Das gewaltsame Zuhalten von Türen.
7. Das Handeln im und am Schulgelände.
8. Das Benutzen und Tragen von Waffen und Sprengstoff.
9. Leichtfertiges Anklagen eines Mitschülers.
10. Die Störung jedes Spiels.

Sitzung des Schülergerichts

Weitere Informationen zum Schülergericht finden Sie hier.

 

 

Berthold Otto
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